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Samstag, 31. Juli 2010

Sternsinger besuchen die Landesregierungen in Hamburg, Mecklenburg und Schwerin

"Sternsinger für die eine Welt" - unter diesem Motto machen sich am ersten Januar-Wochenende wieder mehr als 2000 Kinder und Jugendliche aus den katholischen Kirchengemeinden des Erzbistums Hamburg verkleidet als die Heiligen Drei Könige - Caspar, Melchior und Balthasar - auf den Weg durch die Städte und Kommunen. Sie ziehen von Haus zu Haus, singen ihre Lieder und sammeln Spenden für Entwicklungshilfeprojekte in den Ländern der dritten Welt.
Nicht nur Privatpersonen erhalten Besuch von den Kindern. Am Montag, 7. Januar, um 11.00 Uhr begrüßten der Schleswig-Holsteinische Ministerpräsident Peter Harry Carstensen und Landtagspräsident Martin Kayenburg die jungen Könige im Kieler Landeshaus. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Birgit Schnieber-Jastram und Bürgerschaftspräsident Berndt Röder empfingen die Sternsinger am Dienstag, 8. Januar um 11.30 Uhr im Rathaus. In Mecklenburg-Vorpommern öffnete ihnen Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff ebefalls am Dienstag, 8. Januar um 14.00 Uhr die Türen der Staatskanzlei in Schwerin. Landtagspräsidentin Sylvia Brettschneider empfängt die Sternsinger am Montag, 14. Januar um 11.00 Uhr im Landtag.
Die Aktion Dreikönigssingen, die im Erzbistum Hamburg vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ausgerichtet wird, ist weltweit die größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder. Im Mittelpunkt der Aktion 2008 stehen die Mädchen und Jungen, die mit viel Einsatz als Sternsinger unterwegs sind. Auf ein Beispielland, sonst bei den Aktionen üblich, wurde im Jahr des 50. Jubiläums der Aktion Dreikönigssingen bewusst verzichtet. Dafür stehen die Milleniumsziele der Vereinten Nationen im Blickfeld, denn hier liegt die Weltgemeinschaft noch weit hinter ihrem Zeitplan. Die Kinder und Jugendlichen mahnen warnend und kritisch an, wie sich die Lebenssituation der Kinder der Welt hinsichtlich des verschwenderischen Umgangs mit den Ressourcen der Erde in ihren Lebenschancen benachteiligt sind.



Rede des Vertreters der BDKJ - Landesarbeitsgemeinschaft Hamburg, Matthias Greve, im Hamburger Rathaus

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin, sehr geehrter Herr Bürgerschaftspräsident, im Namen der Sternsingerinnen und Sternsinger und des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) als Träger der Aktion Dreikönigssingen danke ich Ihnen herzlich für den freundlichen Empfang hier im Hamburger Rathaus. Die Sternsinger begehen mit dem diesjährigen Dreikönigssingen eine ganz besondere "Sternstunde". Es gilt das 50. Jubiläum der heute weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder zu feiern. Zum 50. Mal sammeln Kinder für ihre Not leidenden Altersgenossen in aller Welt. Viele kleine Schritte der kleinen Königinnen und Könige haben in den letzten 50 Jahren das Gesicht der Welt ein Stück weit verändert. Zu Beginn der bundesweiten Aktion Dreikönigssingen 1958 hätte man sich kaum vorstellen können, dass sich heute jährlich eine halbe Million Mädchen und Jungen für Kinder in Not einsetzen und so die Botschaft des Sterns von Bethlehem über den ganzen Erdball strahlen lassen. Im letzten Jahr kam die enorme Spendensumme von rund 39 Millionen Euro zusammen, mit der etwa 3000 Hilfsprojekte in aller Welt gefördert werden. Anlässlich des Jubiläums soll in diesem Jahr anstatt eines Beispiellandes das Wirken der Aktion Dreikönigssingen und vor allem der vielen Mädchen und Jungen, die sich als Sternsinger auf den Weg in die Häuser machen, im Vordergrund stehen. Das Jubiläumsmotto „Sternsinger für die Eine Welt“ verdeutlicht das Wirken symbolisch mit einem Stern, den wir heute hier ins Hamburger Rathaus mitgebracht haben. Dieser Stern steht mit seinen acht Zacken für die Vision einer geeinten Welt, für Ganzheit und Vollkommenheit, für die Fülle, die Gott selber schenken will. An seiner Herstellung waren Kinder in allen Kontinenten beteiligt – und er bringt so die Aktion Dreikönigssingen in ihrer Vielfalt und Buntheit zum Leuchten. Die Sternsinger laden Sie ein, im Anschluss mit Ihrem Autogramm auf dem Stern diese Vision symbolisch zu unterstützen – wie es gestern bereits Ministerpräsident Carstensen und Landtagspräsident Kayenburg im Kieler Landeshaus getan haben. Erlauben Sie mir als Vertreter des Dachverbandes nicht nur katholischer Kinder- sondern auch Jugendverbände noch eine Bitte. Verlieren Sie trotz spannender Wahlkampfthemen die Jugendlichen nicht aus den Augen. Junge Menschen sind auch in Zeiten von PISA-Ergebnissen und Schulreformen auf außerschulische Lern- und Erfahrungsorte angewiesen. Mit den gemeinsamen Grundsätzen Selbstorganisation, Partizipation, Freiwilligkeit, Ehrenamtlichkeit, Demokratie und Lebensweltorientierung gestalten die katholischen Kinder- und Jugendverbände auf der Grundlage christlicher Werte Kirche, Gesellschaft und Staat mit. Auf dieser Basis helfen wir jungen Menschen wertorientierte und selbstbewusste Persönlichkeiten zu werden. Dieses ist unser Beitrag, um Gewalt und Kriminalität unter Kindern und Jugendlichen vorzubeugen. „Christus mansiunem benedicat“ - Christus segne dieses Haus – so heißt der traditionelle Haussegen, den die Sternsinger hier ins Hamburger Rathaus bringen: Frau Bürgermeister, Herr Bürgerschaftspräsident, Christus segne dieses Haus und er segne Sie und Ihre Arbeit in Senat und Bürgerschaft für unsere Stadt. Vielen Dank. matthias.greve@kjh.de