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Samstag, 31. Juli 2010

Europäisches Jugendtreffen

der Gemeinschaft von Tiazé in Genf zum Jahreswechsel 2007/2008

Über 30.000 junge Menschen, versammelt an einem Ort, Sprachenvielfalt ohne Verständigungsschwierigkeiten, Gebet und Stille, gemeinsames Singen und Meditation, überschwängliche Freude und Herzlichkeit, erlebte und gelebte Gastfreundschaft – das sind Kennzeichen der Silvestertreffen der Gemeinschaft von Taizé. In diesem Jahr findet das Treffen in Genf in der französischen Schweiz statt und aus unserem Erzbistum nehmen 35 Jugendliche und junge Erwachsene teil. Gerne möchten wir unsere guten Erfahrungen mit Euch teilen und berichten Euch von unseren je persönlichen Highlights:



  • Die Gastfreundschaft in den Familien (bzw. Pastorenwohnungen, Singlehaushalten) war überwältigend, wenngleich man sich kaum zu sehen bekam. Hinzu kam, dass trotz der Verteilung auf ein riesiges Gebiet und enormer Menschenmassen im Palexpo, immer wieder Begegnungen mit unseren Mitreisenden und Bekannten aus anderen Gemeinden und Ländern möglich waren. (Lars)
  • Es freut mich bei diesem Taizétreffen in Genf dabei zu sein. Ich bin der Zimmerkollege von Thomas und wir wohnen ja bei einem Priester, der voll korrekt ist, freundlich und gastfreundlich ist. Hat mir gleich ein Handtuch geliehen, weil ich meins natürlich vergessen hatte. Es tut gut wieder viele Leute aus anderen Ländern zu treffen. Z. B. Habe ich mich sofort mit einigen Polen angefreundet, mit denen ich Genf erkunden konnte, Italiener die in der Essenswarteschlange für alle Lieder gesungen haben oder Spanier, die Leute zum Singen und Tanzen animierten. Eine andere Seite vom Taizétreffen ist, dass ich auch meine Ruhe haben und einfach mal abschalten konnte, um allein mit Gott zu sein. (Quân)
  • Ein persönliches Highlight des Treffens war für mich ein Vormittag in der Gemeinde Saint Joseph, in der wir zu fünft untergebracht sind, während des Treffens einer Gesprächsgruppe. Isabel, eine junge Frau aus Genf, die vor zwei Jahren an Muskelschwund erkrankt ist und nun im Rollstuhl sitzt, sich nicht bewegen und nicht mehr sprechen kann, erzählte uns (über einen Computer, den sie mit einer Spezialmaus mit dem Kinn bedient) von Ihrer Hoffnung, ihrem Glauben und ihrer überfließenden Liebe zu den Menschen. Im Gebet für andere Menschen findet Isabel Trost und Kraft. Die Erfahrungen, die wir in der kurzen Zeit, die sie uns geschenkt hat, machen konnten, lassen sich kaum in Worte fassen. (Thomas)
  • Die Gastfreundschaft ist super. Wir sind zwar sehr weit außerhalb untergekommen, nämlich in Gex, Frankreich, aber die Familie Broc hat 5 Kinder, da kommt es auf 5 Gäste nicht mehr an. Alle sprechen super deutsch, so ist Kommunikation überhaupt kein Problem. Am Sonntag Morgen fuhren wir noch vor der Hl. Messe auf den Pass und fielen in den Schnee. In der Kleingruppe haben wir konkret festgestellt, dass Engagement für Frieden und Gerechtigkeit hier und heute beginnt, nämlich im gegenseitigem Kennenlernen, Zuhören und dem Versuch, trotz unterschiedlicher Sprache und Kultur, einander zu verstehen. Taize, ein Ort des Friedens mit sich, mit anderen und mit Gott. Pace e bene, Frieden und Gutes ist der Gruß von Franziskus an alle Menschen. (Gabriel)
  • Also, mir geht’s hier echt gut. Thekla und ich wohnen bei einer älteren Frau, die sich ganz lieb um uns kümmert, in einer ziemlich kleinen Wohnung. Dafür liegt die Wohnung sehr zentral und wir gehen etwa 15 Minuten zu Palexpo und genau so lange in die Innenstadt. Unsere Gesprächsgruppe ist total lustig und die Gemeinde echt spitze. Alle sind total gastfreundlich und verwöhnen uns. Gestern haben wir an der Stadtführung teilgenommen. Außerdem singen wir im Chor. Daher müssen wir immer ziemlich früh in den Messehallen sein. Aber alles in allem ist alles supi! (Anna)
  • Was ich noch besonders beeindruckend finde, sind die vielen Menschen, die hier überall in der Stadt herumschwirren, alle möglichen Sprachen sprechen und immer gute Laune haben! Ansonsten: siehe Anna (Thekla)