Messdiener haben 10 Orte des Glaubens erforscht
Am vergangenen Samstag haben sich ca. 100 Messdiener beim Stadtmessdienertag in Hamburg auf den Weg gemacht. Sie erkundeten 10 verschiedene Orte unter dem Motto: Forschen - Entdecken - Glauben.
Dass der heilige St. Ansgar eine wichtige Bedeutung für die Stadt Hamburg und die Kirche hier oben im Norden hat, wussten wohl alle Messdiener. Aber wie häufig man ihn in den Straßen Hamburg finden kann, wenn man mit gezielt nachschaut und dass es sogar noch Reliquien vom ersten Bischof des Nordens im Altar des Kleinen Michels, der St. Ansgar-Kirche zu sehen gibt. das war neu für Viele.
So wie sich die eine Gruppe St. Ansgar angenähert hat so tat es die nächste mit unserem verstorbenen Papst Johannes Paul II. Sie besuchten sein Denkmal zwischen dem Marien-Dom und der St. Ansgar-Kapelle in der Danziger Straße. Hier erfuhren sie von einem jungen Mann der polnisch sprachigen Mission Details über das Leben und Wirken des Papstes.
Gleich neben an im noch im Bau befindlichen Mariendom, der zentralen Hauptkirche des Bistums schauten sich Ministranten um nach den Veränderungen. Sie überlegten gemeinsam mit dem Zeremoniar des Erzbischofs, Martin Colberg, wie die Ministranten zukünftig durch ihren Dienst die Liturgie hier im Dom unterstützen könnten.
Bevor eine andere Gruppe einen ganz kleinen Ausschnitt des Pilgerweges "Via Balitca" selbst abliefen, verschafften sie sich einen Überblick am Stadtmodell in der Wexstraße. Hier wird auch gerade eine Fotoausstellung zum Pilgerweg präsentiert. Die Via Baltica ist gekennzeichnet mit gelber Muschel auf blauem Grund. Als bedeutender Zubringer zum Jakobsweg, der weiter bis zum Atlantik in Santiago de Compostella nach Spanien führt bringt uns der Pilgerweg damit dem Apostel Jakobus näher.
Neue Wege der Kirche(n) waren in der HafenCity zu entdecken. Leider hat aber hier das Treffen der Gruppe mit Pastorin Heider-Rottwilm nicht geklappt. Sie war zu sehr mit dem Infostand auf dem fest zur Eröffnung des Segelschiffhafens und der Nacht der Kirchen beschäftigt. Und vielleicht wird daran deutlich, wir müssen noch weiter üben mit der reibungslosen Zusammenarbeit in der Ökumene? Die Kinder konnten sich aber trotzdem einen Überblick verschaffen über das Leben, gerade auch ihrer Altersgenossen, jetzt und in Zukunft.
Die Ruine von St. Nikolai ist zum Mahnmal geworden. Im Dokumentationsraum unter der Kirche erfuhren die Messdiener von der Zerstörung der Kirche und von dem leid der Menschen. Doch nach wie vor zeigt der Turm von St. Nikolai in den Himmel - und der Raum unter der Kirche wird auch wieder für Hochzeiten und Tauffeiern genutzt.
Von Kirchenzerstörung und Wiederaufbau berichteten auch die Messdiener, die St. Joseph auf der Großen Freiheit besucht haben. Sie wurden daran herangeführt, was es bedeutet, erst eine Grenze über schreiten zu müssen um seine Religion ausüben zu dürfen. St. Joseph war die erste katholische Gemeinde im Norden nach der Reformation und so auch Mutterkirche von zahlreichen weiteren Gemeinden.
Beeindruckend war für die Kleingruppe, die den Duckdalben, den Club der Seemannsmission besuchten, dass es hier Menschen gibt, die ganz speziell zugeschnitten etwas für die Seeleute tun. Und der Raum der Stille mit seinen Ecken für alle großen Weltreligionen blieb in Erinnerung der Messdiener.
Ganz speziell zugeschnitten etwas für die Ärmsten tun, dass ist das Anliegen der Schwestern der Nächstenliebe. Sie wollen nicht nur für die Ärmsten arbeiten, sondern auch ganz in ihrer Nähe leben. Deshalb sind die Schwestern nach St. Pauli gezogen um sich um Obdachlose zu kümmern. Sie halten durch ihr Tun das Andenken an ihre Ordensgründerin Mutter Theresa wach. Die Messdiener, die dort waren konnten das spüren.
Handfest mit anpacken konnte die Kleingruppe, die die Alimaus besuchte. Sie haben erfahren, wie ein Mädchen von 17 Jahren der Auslöser war um dieses Projekt anzustoßen. "Warum gehen wir nur zur Kirche ohne etwas gegen die Armut zu tun?" war die Frage des Mädchens. Die Antwort wurde: Weit über 200 Menschen arbeiten ehrenamtlich in der Alimaus um Obdachlosen eine Mahlzeit servieren zu können. Die Messdiener, die dabei waren, sind sich sicher - hier wollen wir wieder her um mitzuhelfen.
Mit großer Begeisterung berichteten alle Kleingruppen als sie wieder in der gastgebenden Gemeinde St. Franziskus zurück waren den anderen Messdienern, was sie Neues erlebt und erfahren hatten.
Forschen - Entdecken - Glauben: Die Teilnehmer haben erlebt, wenn man gezielt mit offenen Augen durch die Stadt Hamburg geht, kann man sie entdecken, die Orte und die Menschen, die dazu beitragen können, unseren Glauben zu stärken.













