Ich glaub an dich! Ministrantenwallfahrt mit 11.000 Teilnehmern
Von: Neue Kirchenzeitung Anna Weßling
Von den 11 000 Ministranten der Kevelaer-Wallfahrt kamen 172 aus dem Erzbistum Hamburg.
Das war selbst für den Wallfahrtsort Kevelaer eine Sensation: 11 000 Ministranten aus acht Bistümern kamen zur ersten gemeinsamen Wallfahrt. Aus dem Erzbistum Hamburg nahmen 172 der „wichtigsten Mitarbeiter von Priestern und Diakonen“, so Kardinal Meisner, teil. Sternförmig bewegen sich am Samstagmorgen Massen von Ministranten auf Kevelaer zu. Unter ihnen eine Gruppe aus dem Erzbistum Hamburg.
Zusammen mit ihren „Altar-Kollegen“ aus dem Bistum Hildesheim sind sie im Ortsteil Kervenheim gestartet. Die Sonne scheint, als die Kinder und Jugendlichen an Wiesen, Feldern und Weiden vorbei pilgern. Einige tragen die im Mariendom in Hamburg entzündete Wallfahrtskerze, andere eine bolivianische Madonnenfigur oder die Fahne des Erzbistums. In Kevelaer ist man überwältigt: Fast jedes Kind, das einem entgegen kommt, ist Messdiener. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so viele von uns gibt“, ist Annika Rumpf (13) aus Broich bei Düren beeindruckt.
Um 12 Uhr werden die Ministranten auf dem Kapellenplatz von den teilnehmenden Bischöfen begrüßt. Jugendbischof Franz-Josef Bode: „Gott sagt zu uns, dass er an uns glaubt. Wir wollen Christus wieder in die Welt bringen und ihm zeigen, dass wir auch an ihn glauben!“ Nach dem Mittagessen erwartet die Ministranten nun ein Programm, das Brücken zwischen Frömmigkeit und Spiritualität sowie Begegnung und Aktion schlägt.
„Da ist für jeden etwas dabei“, meint Lukas Willecke (18) aus Ottmarsbochholt bei Münster. Nachdem er an zwei musikalischen Angeboten teilgenommen hat, sitzt er mit Freunden am „Ministran(d)t“, dem Beitrag des Erzbistums Hamburg. Strandkörbe, Planschbecken und ein Getränkestand laden an dem aufgeschütteten Sand zum Verweilen und zum Toben ein. „Hier gibt es nicht nur Spießig-Religiöses, was man von der Kirche vielleicht denkt, sondern richtig interessante Sachen“, freut sich Florian Kock (23) aus Lauenburg. Ob Streetdance, Niedrigseilgarten, Mini-Olympiade oder Gesprächsrunden über Themen wie „Was ich an der Bibel schon immer verstehen wollte“ oder „Partnerschaft, Sexualität und Glaube“, es langweilt sich niemand. Jasmin Wrobbel (16) aus Heilig Geist in Hamburg-Farmsen geht mit ihren Freundinnen durch die Kirchen und Kapellen. „Wir haben uns dort länger aufgehalten, weil wir uns viele Gedanken zu den Impulsen, die in den Andachten und Kirchen gegeben wurden, gemacht haben. Das war quasi unser Programm-Mittelpunkt.“ Am Nachmittag finden sich alle wieder zur großen Abschlussmesse zusammen.
„Als Ministranten seid ihr Vorsteher der Gemeinde und Vorhörer von Gottes Wort“, erzählt Kardinal Joachim Meisner den Messdienern. Die Messe schließt er mit einem lauten „Schade, dass es schon vorbei ist!"
Hier sind weitere Berichte und Fotos zu finden: http://www.jugend-erzbistum-hamburg.de/erzbistum/jugendreferat/mini-wallfahrt/berichte-und-fotos.html
Funktioniert im Moment noch nicht - hoffentlich morgen!




